CO2-Projekt

Seit Anfang des Jahres 2019 ist die Stiftung August Bier Träger unseres sogennaten CO2-Projektes. Ziel des Projektes ist es, urbane Bürger über die Belastung der Umwelt durch Treibhausgase wie CO2 zu informieren und sie für eine CO2-sparende Lebensweise zu sensibilisieren. Dabei geben wir Touristen im Raum Oder-Spree die Möglichkeit ihren Aufenthalt CO2 neutral zu verbringen.

Die Idee für das Projekt entstand in den trockenen Jahren 2017/18 von denen die Wälder Deutschlands und insbesondere Brandenburgs schwere Schäden davon getragen haben. Denn der Klimawandel stellt eine große Bedrohung für unsere Umwelt und und Menschen selbst dar. Durch die vom Menschen produzierten Treibhausgase wird unsere Umwelt stetig weiter belastet. Um zu garantieren, dass die Verschmutzung unserer Umwelt in Zukunft sinkt und der Klimawandel verlangsamt wird, muss der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn in allen Bereichen unseres Lebens CO2 eingespart und nachhaltig gelebt wird. Durch die Teilnahme am Projekt bekommen Bürger die Möglichkeit, ihren Urlaub bzw. ihre Freizeit CO2-neutral zu verbringen. Hierfür arbeiten wir mit einem Hotel in Bad Saarow zusammen.

Durch einen freiwilligen "Klimaschutzbeitrag", den Urlauber bei der Buchung des Hotels zahlen können, wird das durch den Urlaub produzierte CO2 kompensiert. Wie hoch dieser sein muss, kann man selbst im Vorfeld mithilfe eines CO2-Rechners einfach ausrechnen. Mit einem Teil der hierdurch generierten Einnahmen werden auf Flächen, die der Stiftung zur Verfügung stehen sogenannte Ausgleichsmaßnahmen geleistet. So werden Moorflächen renaturiert, Wälder neu aufgeforstet, umgebaut und Bäume gepflanzt.

Rollentausch am Waldcampus

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HNEE-Professorin und Försterin tauschen für einen Tag die Arbeitsplätze im Rahmen des Projekts „PerspektivWechsel“ des MWFK

Vor einer Gruppe zu stehen, ist für Revierförsterin Monique Müller nichts Neues. Vor einer Studierendengruppe im Seminarraum jedoch schon.

Ende Juni schlüpfte sie in die Rolle der Dozentin am Fachbereich für Wald und Umwelt, wo normalerweise Prof. Dr. Jan-Peter Mund sein GIS-Seminar hält. Rund 15 Forstwirtschaft-Studierende im 2. Semester saßen im Raum, in dem Monique Müller Kartenmaterial von Waldflächen der Stiftung August Bier aus Sauen (Brandenburg) an die Wand projizierte. „Für mich ist es sehr interessant, zu erfahren, womit sich Studierende aktuell beschäftigen“, sagt die Revierförsterin. Während des Seminars gab Monique Müller sowohl fachliche wie auch alltägliche Einblicke in ihren Beruf.

"PerspektivWechsel" heißt das Projekt, das die Försterin und den HNEE-Professor zusammenbrachte. Bereits zum zwölften Mal initiierten das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) und die Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg das Projekt, das den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft stärken soll. Insgesamt 16 Teilnehmer*innen zählte das Projekt in diesem Jahr. „Gern kann man sich schon jetzt für 2019 beim Transferzentrum der HNEE als Dozent*in anmelden“, empfiehlt Kerstin Lehmann von der TIB-Stelle.

Prof. Dr. Jan-Peter Mund hat das ausprobiert und sich im Juli auf den Weg nach Sauen gemacht, wo er seine Drohnen fliegen ließ. Für ihn war dieser Austausch eine Bereicherung.

Text: Annika Bischof

Fledermauspopulation im Sauener Wald

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Ein ehemaliger, dem Verfall überlassener Brunnen, konnte mit Hilfe der Flächenagentur Brandenburg im Jahr 2014 zu einem Fledermausquartier umgestaltet werden. Seit dem Jahr 2016 werden jährlich die Winterquartiere der Fledermäuse untersucht und Zählungen vorgenommen.

Renaturierung der Sauener Teiche

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Mit Hilfe von Sanierungsmaßnahmen wurden vier Teiche im Sauener Revier renaturiert und somit langfristig erhalten. Es handelt sich um die Mühlenteiche, den zeitweise bestehenden Teich östlich der Drahendorfer Straße sowie den Grabteich an der Grabstätte August Biers. Die Maßnahmen wurden mit der Unterstützung des Naturschutzfonds im Jahr 2017/2018 durchgeführt.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten erfolgte der Neubau von Mönchen zur Sicherung und Regulierung des Wasserhaushaltes. Hieraus entstehen positive Synergieeffekte für angrenzende Forst- und Landwirtschaftsflächen. Weiterhin werden wertvolle Habitatstrukturen von sensiblen Arten verbessert und sichergestellt. Die Gewässer im Sauener Wald sind Habitate für zum Teil besonders geschützte Amphibienarten, welche auch in der FFH Richtlinie als streng geschützt eingeordnet sind, wie beispielsweise Kammmolch, Knoblauchkröte und Moorfrosch. Durch den Einsatz der Mönche können eventuelle Risiken, Bsp. ein eventueller Fischbesatz, behoben und die vorherrschende Amphibienpopulationen gesichert werden.

Gut vernetzt – FFH-Managementpläne

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Seit dem Jahr 2018 führt die Stiftung ein mehrjähriges Umweltsensibilisierungsprojekt durch. Ziel ist es mit Hilfe einer fachlich besetzten Koordinations- und Vernetzungsstelle in Sauen, Maßnahmen der Managementpläne für die FFH-Gebiete und NSGs „Kersdorfer See“, „Drahendorfer Spreeniederungen“ und „Teufelsluch“ nachhaltig umzusetzen. Das Vorhaben wird durch die EU unterstützt.

Die Aufgabe der Stiftung ist es dabei, die Landeigentümer der Projektflächen für die vorgesehenen Maßnahmen zu gewinnen, Behördenabsprachen zu tätigen und die Koordinierung der Maßnahmen zu planen und zu organisieren. Mögliche Konfliktthemen sollen durch Aufklärung, Beratung und Diskussionsrunden in den Fokus rücken, um realisierbare Lösungsansätze zu erarbeiten. Neben der Durchführung und Koordination von Projekten stellt die Vernetzung von Akteuren, Bildungsanbietern und Weiteren einen Hauptschwerpunkt der Projektarbeit dar.

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www.eler.brandenburg.de

ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

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